Plagiate

Heute vormittag beschäftigen mich gleich zwei Dinge im Bereich Fotografie, die ich aber dann doch auf zwei Artikel verteilen möchte, das sie thematisch absolut nichts miteinander zu tun haben. Beginnen wir mit dem Thema „Plagiate“. Wann ist ein Plagiat ein solches und wie geht man damit um.

Aufmerksam geworden auf das aktuelle Thema bin ich durch einen Blogpost bei Olaf. Es geht darum, dass ein Fotograf einen anderen kopiert hat. Im Grunde ist das nichts neues, denn insgeheim wird das jeder schon einmal gemacht haben, im sein Wissen und seine Erfahrung zu erweitern. Denn klar ist ein, man lernt dadurch. Bis hierhin ist es an sich auch nicht weiter tragisch und noch alles im grünen Bereich.

Plagiat? Nein danke.
Plagiate? Nein danke.

Interessant wird es erst bei der Überlegung, was man daraus macht. In diesem Fall hat ein Fotograf nicht nur einen anderen kopiert sondern die Bilder auch noch veröffentlicht. Und wundert sich nun dafür Schelte zu kassieren. Um sich das Ganze bewusst zu machen empfehle ich den Artikel bei Olaf zu lesen und sich die Links anzuschauen. Denn der Fotograf David Burdney hat offensichtlich nicht nur einfach die Bildidee von Sze Tsung Leong kopiert, sondern das Bild in Gänze. Er hat das gleiche Motiv bei gleicher Lichtstimmung von annähernd gleichem Standort aufgenommen.

Wir reden hier übrigens nicht von einem Bild, sondern von einer ganzen Reihe von Bildern. Und was macht man mit einer Reihe von Bildern? Genau, man stellt diese aus. Wenn man schon mal dabei ist Ideen zu kopieren, dann könnte man doch theoretisch auch gleich die Ausstellungsidee kopieren, oder? Klar, hat er auch gemacht. Warum selbst denken?

Diese Frage bringt mich auch zu dem Schluß, den ich bei Olaf bereits dargelegt habe und der sogar zum heutigen Blogpost von omori passt, der nämlich fragt, was einen erfolgreichen Fotografen ausmacht. Klar kann man andere Fotografen kopieren. Das ist sogar gut. Solange es im eigenen Kämmerlein stattfindet, dem Lernzweck dient und man es in seinen eigenen Stil einfliessen lassen kann. Einen anderen Fotografen exakt zu kopieren um diese Kopien dann zu veröffentlichen bringt einen nicht weiter. Olaf schreibt auch unter anderem:

Die Menschen glauben, im Netz unter dem Schutzschild von Anonymität handeln zu können. (Ich hoffe meine Leser wissen, dass das ein Irrtum ist!?)

Eben. Früher, vor der heutigen Verbreitung es Internets kam man als lokaler oder regionaler Fotograf mit so einer Masche durch. Heute funktioniert das nicht mehr, wie man an dem aktuellen Beispiel sieht. Technisch war es nie einfacher etwas zu kopieren. Aber ob man als Fotograf damit glücklich wird, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Wie dieser Fall zeigt kann der Schuss auch ganz schnell nach hinten los gehen.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

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