Eine neue Erfahrung

Neue Erfahrung als „Dozent“ gesammelt, nette Sache

Heute hatte der Autor dieser Zeilen eine Premiere, er hat nämlich eine Unterrichtsstunde gegeben, die erste in seinem Leben. Vor versammelter Klasse (16 Leute) über das Internet referiert und Aufgaben gestellt, unterstützt durch eine selbst erstellte PowerPoint-Präsentation. Es war eine spannende Erfahrung, die befürchtet negative Kritik blieb aus, im Gegenteil. „Eine neue Erfahrung“ weiterlesen

Eine gute Woche…

Diese Woche war, betrachtet man meine Weiterbildungsmaßnahme, doch ein wirkliches Highlight. Es gab Englisch serviert. Eine Auffrischung gepaart mit einer Einführung in Business-Englisch. Die Dozentin war auf Draht, sowohl fachlich wie menschlich. Konflikte, die es leider auch diese Woche wieder gab, hat sie souverän gemeistert, so wie man sich das wünscht. Traurig nur, daß es selbst in der kleinen Gruppe von sechs Leuten dazu gekommen ist. Allerdings wurde einem bei der Gelegenheit wieder vor Augen geführt, warum es in der Welt Konflikte gibt, die sich bis zur Waffengewalt ausweiten.

Davon abgesehen wurden wir mit viel Material eingedeckt und Wissen versorgt, Fragen wurden beantwortet, bis sie beantwortet waren, das Arbeitstempo an die Gruppe angepaßt, so daß wir letztlich mehr Stoff durchgenommen haben, als eigentlich vorgesehen war. Doch, wir wurden gefordert und dennoch hat die Woche sehr viel Spaß gemacht.

Telefonitis

Das Telefon – im 21. Jahrhundert nicht mehr wegzudenken, schon gar nicht aus der Hosentasche, Westentasche, Einkaufstasche, Gesäßtasche…. es begleitet uns überall hin. Wie war denn das vor 20 Jahren, zu Zeiten von Dallas und Denver-Clan, wo man auch schon mobil telefonierte, dies aber ein wirklicher Luxus war. Wenn der Otto-Normalbürger unterwegs war, dann suchte er sich eine Telefonzelle. Zur Erinnerung, das waren diese gelben Kästen, die unübersehbar überall in de Gegen herumstanden, in die man Münzen einwarf und zu horrenden Preisen telefonieren konnte. Heute muß man diese „Telefonsäulen“ suchen.

Das Telefon – selbstverständlicher Gegenstand des Alltags. Aber dennoch, telefonieren will gelernt sein. Muß man doch heute überlegen, zu welchem Anlaß man telefoniert, welche „Message“ man rüberbringen will. Heute in der Maßnahme war es interessant zu sehen, wie die Meinungen zu einem Telefonatsziel, nämlich dem einen Bewerbungstermin zu bekommen, auseinander gingen. Wie bereitet man sich vor, welche Floskeln benutzt man, welche tunlichst nicht, kann man so ein Telefonat auch im Jogginganzug auf der Couch liegend führen, oder sollte man eine gewissen Körperhaltung einnehmen, damit man das auch durchs Telefon ausstrahlt? Telefonieren wird da zur Wissenschaft, wie immer, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen will. Gewußt haben wir das eignetlich schon immer – aber irgendwie immer verdrängt.

Telefonieren kann doch eigentlich jeder, oder?

(Traum-) Mitarbeiter?

Wie an einschlägiger Stelle schon erwähnt, befinde ich mich derzeit ja auf Jobsuche und obendrein in einer Qualifizierungsmaßnahme der FAW. Nachdem nun die erste Woche schon rum ist und bereits die zweite läuft, muß ich sagen, daß es für mich keine vergeudete Zeit ist. Bisher konnte ich nun doch einiges für mich rausziehen. Selbst meine Bewerbungsunterlagen, von denen ich bislang überzeugt war, habe ich in Frage gestellt, beleuchtet und leicht modifiziert.

Das ist aber nicht das eigentliche Thema. Thema sind vielmehr die Stellenanzeigen, die sich im Netz der Netze so finden. Man könnte nun denken, daß im Laufe der Zeit die Unternehmen gelernt haben sollten, daß überzogene Wünsche in den Stellenanzeigen potentielle Bewerber abschrecken. Vielleicht sogar DEN Kandidaten, der zwar nicht alle, aber doch viele der Wünsche erfüllen kann, sich aber nicht bewirbt, weil er realistisch ist. Immer noch wird der /die 20jährige gesucht, die mindestens 40 Jahre Berufserfahrung hat.

Heute ist mir wieder so ein Extrem aus meiner Branche (IT) über den Bildschirm gehuscht. Da sucht doch ein kleines Hamburger Unternehmen die eierlegende Wollmilchsau, jemand, der alles im Haus erledigen kann. Ich muß allerdings zugeben, daß die Hausmeistertätigkeit nicht aufgeführt war. Aber ein Allrounder wurde gesucht, der alles perfekt beherrscht, so war es jedenfalls sinngemäß gefordert. Ob sich da wirklich jemand bewirbt?

Verständlich, das die Unternehmen solche Leute anstreben. Klar kann man argumentieren, wer sich von solchen Anzeigen abschrecken läßt, der hat vielleicht nicht genug Charakterstärke. Auf der anderen Seite schlummern gerade in solchen Leuten ungeahnte Talente, wenn man ihnen die Chance gibt.

Also ihr Unternehmen da draussen, macht Euch mal Gedanken darüber, was in Euren Anzeigen steht.