Telefonitis

Das Telefon – im 21. Jahrhundert nicht mehr wegzudenken, schon gar nicht aus der Hosentasche, Westentasche, Einkaufstasche, Gesäßtasche…. es begleitet uns überall hin. Wie war denn das vor 20 Jahren, zu Zeiten von Dallas und Denver-Clan, wo man auch schon mobil telefonierte, dies aber ein wirklicher Luxus war. Wenn der Otto-Normalbürger unterwegs war, dann suchte er sich eine Telefonzelle. Zur Erinnerung, das waren diese gelben Kästen, die unübersehbar überall in de Gegen herumstanden, in die man Münzen einwarf und zu horrenden Preisen telefonieren konnte. Heute muß man diese „Telefonsäulen“ suchen.

Das Telefon – selbstverständlicher Gegenstand des Alltags. Aber dennoch, telefonieren will gelernt sein. Muß man doch heute überlegen, zu welchem Anlaß man telefoniert, welche „Message“ man rüberbringen will. Heute in der Maßnahme war es interessant zu sehen, wie die Meinungen zu einem Telefonatsziel, nämlich dem einen Bewerbungstermin zu bekommen, auseinander gingen. Wie bereitet man sich vor, welche Floskeln benutzt man, welche tunlichst nicht, kann man so ein Telefonat auch im Jogginganzug auf der Couch liegend führen, oder sollte man eine gewissen Körperhaltung einnehmen, damit man das auch durchs Telefon ausstrahlt? Telefonieren wird da zur Wissenschaft, wie immer, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen will. Gewußt haben wir das eignetlich schon immer – aber irgendwie immer verdrängt.

Telefonieren kann doch eigentlich jeder, oder?

(Traum-) Mitarbeiter?

Wie an einschlägiger Stelle schon erwähnt, befinde ich mich derzeit ja auf Jobsuche und obendrein in einer Qualifizierungsmaßnahme der FAW. Nachdem nun die erste Woche schon rum ist und bereits die zweite läuft, muß ich sagen, daß es für mich keine vergeudete Zeit ist. Bisher konnte ich nun doch einiges für mich rausziehen. Selbst meine Bewerbungsunterlagen, von denen ich bislang überzeugt war, habe ich in Frage gestellt, beleuchtet und leicht modifiziert.

Das ist aber nicht das eigentliche Thema. Thema sind vielmehr die Stellenanzeigen, die sich im Netz der Netze so finden. Man könnte nun denken, daß im Laufe der Zeit die Unternehmen gelernt haben sollten, daß überzogene Wünsche in den Stellenanzeigen potentielle Bewerber abschrecken. Vielleicht sogar DEN Kandidaten, der zwar nicht alle, aber doch viele der Wünsche erfüllen kann, sich aber nicht bewirbt, weil er realistisch ist. Immer noch wird der /die 20jährige gesucht, die mindestens 40 Jahre Berufserfahrung hat.

Heute ist mir wieder so ein Extrem aus meiner Branche (IT) über den Bildschirm gehuscht. Da sucht doch ein kleines Hamburger Unternehmen die eierlegende Wollmilchsau, jemand, der alles im Haus erledigen kann. Ich muß allerdings zugeben, daß die Hausmeistertätigkeit nicht aufgeführt war. Aber ein Allrounder wurde gesucht, der alles perfekt beherrscht, so war es jedenfalls sinngemäß gefordert. Ob sich da wirklich jemand bewirbt?

Verständlich, das die Unternehmen solche Leute anstreben. Klar kann man argumentieren, wer sich von solchen Anzeigen abschrecken läßt, der hat vielleicht nicht genug Charakterstärke. Auf der anderen Seite schlummern gerade in solchen Leuten ungeahnte Talente, wenn man ihnen die Chance gibt.

Also ihr Unternehmen da draussen, macht Euch mal Gedanken darüber, was in Euren Anzeigen steht.

Jugend bremst Euch…

Die „Junge Union“…. wie in den Nachrichten zu vernehmen war, hat sie lauthals Antworten auf die Fragen zum Wahlkampfdesaster gefordert, was „Angie“ wiederum abgebügelt hat. Nicht ganz zu unrecht, zumal ein Mitglied der JU auf die Frage eines Jornalisten lapidar meinte, man könne auf die Koaltionsverhandlungen keine Rücksicht nehmen.

So, kann man nicht? Man kann schon, wenn man nur will. Denn genau das ist letztlich der Punkt, weshalb die Union immer wieder Punkte verspielt. Nicht um Politik geht es, sondern um Eigenprofilierung. Der Auftrag, diesen Staat durch die Unwegbarkeiten des täglichen Lebens zu lenken, wird dabei eher zweitrangig. Die JU ist dabei, den gleichen Fehler zu begehen wie die Mutterpartei. So gesehen paßt es wieder.

Was man noch so tut…

Nebenher beschäftige ich mich ja noch mit Spacenations. In Teilen wird die Lust da aber zum Frust, weil unser oh so allwissender Admin mit Beginn dieser Runde auch einige Neuerungen eingebaut hat, die so gar nicht auf die eindeutige Gegenliebe der Spieler stossen.

Da gibt es zum Beispiel das Thema Flottenübergabe. Konnte man in der letzten Runde noch unbeschränkt Flotten an andere Leute übergeben, so geht das nun nur noch sehr eingeschränkt. Folge ist, das zum bewegen nutzbarer Flottenkontingente entsprechende viele Leute erreichbar sein müssen. Um nun auf Angriffe reagieren zu können, müßte man also ausreichend Leute zusammen getrommelt bekommen, was in derRegel nicht möglich ist. In meinen Augen hat sich SN damit vom Kriegs- zum Angriffsspiel entwickelt. Dadurch bleibt viel Spielspaß auf der Strecke, wenn man beispielsweise morgens in seinen Account guckt und sein Planet hat den Besitzer gewechselt, da die Allianzkollegen nichts unternehmen konnten. Wenn da kein Frust aufkommt, dann frage ich mich, wann kommt dann Frust auf?