Lightroom 4 – ein erster Blick

Lightroom gehört seit Version 1.0 zu meinem Workflow. Es verbindet auf großartige Weise die Verwaltung der Fotos mit einem inzwischen sehr leistungsfähigen Bearbeitungsmodul. Gerade mit dem Wechsel auf die Version 3 hat Adobe damals einen riesen Schritt gemacht. Nun gibt es die Version 4 und ich habe sie seit zwei Stunden auf dem Rechner. Es hat sich viel getan und das leider nicht durchgängig zum Vorteil.

Bei einigen Dingen war ich schon durch das Posting von Patrick Ludolph und Chris Marquardt vorgewarnt und es ist gut, das LR4 bei der Installation eine Kopie des aktuellen Kataloges anfertigt und auf dieser Kopie weiterarbeitet. Natürlich gehört trotzdem vorher noch ein Backup angefertigt.

Adobe hat Lightroom nicht nur ein Kartenmodul spendiert sondern auch das “Entwickeln”-Modul ziemlich umgekrempelt und so gut wie keinen Stein auf dem anderen gelassen. Im Zuge der Weiterentwicklung mag das gut sein, was aber auf der Strecke bleibt sind die Presents die man im Lauf der Zeit entwickelt hat um den Fotos einen gewissen Look zu geben. Denn die kann man nun getrost wegwerfen, denn in den aktuellen Entwicklungseinstellungen ergeben die ein völlig anderes Ergebnis. Alleine der Klarheiten-Regler erzeugt deutlich weniger Halos als vorher. Was jetzt technisch perfekter ist, hätte ich persönlich gerne zurück, die Dinger kann man nämlich auch sehr gezielt einsetzen.

Deaktivierte Regler in LR4 im 2010er Prozess.

Man kann zwar die Prozesseinstellungen wieder auf 2010 zurückstellen, wer dort in seinen Presets aber im Bereich “Details” in der Rauschreduzierung auf die Regler dort angewiesen ist, der hat verloren. Es ist zwar weiterhin möglich Luminanz und Farbe von der Intensität einzustellen, aber wie diese wirken sollen das geht nicht mehr. Die entsprechenden Regler sind zwar noch vorhanden aber deaktiviert.

Was mich allerdings sehr positiv beeindruckt hat an der neuen Version ist die Weiterentwicklung des eben kritisierten Detail-Bereiches für den 2012er Prozess. Wie Adobe es gemacht hat weiß ich nicht, aber in Sachen Rauschreduzierung haben die Jungs noch mal eine Schippe oben drauf gelegt. Die Ergebnisse die sich erzielen lassen sind klasse und verraten hinterher kaum noch die tatsächlich benute ISO-Zahl des Fotos.

Nichts desto trotz sollte Adobe schleunigst die noch bestehenden Bugs ausräumen, ich warte dann mal auf die 4.1.

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