Steve Jobs

„Steve Jobs ist tot“ – dies war die erste Nachricht des heutigen Tage, sie leuchtete mich von meinem iPhone an, kam als Push-Nachricht. Da hatte ich gerade die Augen aufgemacht, hörte draußen den Regen. Ein toller Start in den Tag.

56 Jahre. Das ist wirklich kein Alter für einen halbwegs gesunden Menschen, aber Steve Jobs war alles andere als gesund. Schon lange rang er mit dem Krebs, trotz aller Beteuerungen blieben nach seiner ersten Auszeit als CEO bei Apple immer Zweifel ob seines Gesundheitszustandes. Mit ihm hat die Branche einen ihrer innovativsten Köpfe verloren, wie Apple gänzlich ohne ihn auskommt wird sich zeigen müssen. Das Ruder hat er erst in letzter „Minute“ aus der Hand gegeben, aber jetzt ist der Lotse endgültig von Bord.

Steve Jobs hat Großartiges geleistet, daran gibt es nichts zu rütteln. Auch wenn ich in letzter Zeit nicht immer unbedingt mit allem glücklich bin was aus dem Hause Apple auf uns zuschwappt. Aber er gehört zu denen, die den berühmten amerikanischen Traum nicht nur geträumt, sondern auch gelebt haben. Von der Garage zum Weltkonzern, das schafft nicht jeder. Er ist zu einer Ikone geworden, hat er doch die Weitsicht besessen, Apple, das nach seiner Abwesenheit kurz vor dem Aus stand, an die Weltspitze zu führen.

„There is one more thing“

Auf einer Steve Jobs-Keynote war es wohl der Moment, auf den alle mit Spannung gewartet haben. Nämlich wenn gegen Ende der Veranstaltung die Worte fielen „There is one more thing“. Oft gab es dann noch eine Überraschung, den den Rest der Keynote toppte. Inszenieren konnte er aber ich glaube, es hat ihm auch Spaß gemacht. Wir werden es vermissen.

Meine Beziehung zu Apple begann Jahre später nach meiner ersten Begegnung mit einem Apple II. Damals war ich im jugendlichen Alter, besaß einen C64 und die Eltern eines Freundes eben besagten Apple II. Ja, ich muss zugeben ich hatte meine Probleme damit eine Marke die wie ein Obst hieß ernst zu nehmen. In den Folgejahren bekam ich von dem Unternehmen und seinen Produkten nichts mit. Das änderte sich erst, als ein lieber Freund von mir den „Switch“ von Windows zum Mac machte. So ganz nachvollziehen konnte ich das nicht, mir vorstellen selbst diesen Schritt zu gehen erst recht nicht, war ich doch in der Windows-Welt zu Hause. Zum Mac wechseln? So ein Blödsinn. Nun ja, diesen „Blödsinn“ macht ich dann im Spätsommer 2006 auch und muss sagen, ich habe ihn nicht bereut.

Natürlich wurde die Nähe zu Apple dadurch dichter und genauso wie Bill Gates damals (naja, heute ist er es ja immer noch irgendwie) Microsoft war, so war Steve Jobs eben Apple. Der Apfel hatte ein Gesicht, genauso wie die Fenster es auch immer noch haben. Und ich denke es wird letzten Endes auch immer so bleiben. Es wäre schön gewesen, wenn Apple noch weiter seinen Kapitän gehabt hätte, hätte dem Unternehmen gut getan, und wir als Mac-Gemeinde hätten noch „unseren“ Steve gehabt.

Portrait Steve Jobs

Good bye Steve, rest in peace and thanks for all.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

3 Gedanken zu „Steve Jobs“

  1. Mein erster Computer war ein Apple ][ – ergab sich so aus meinem Umfeld, dass den C64 nicht ernst nehmen konnte, der wurde wegen der vielen verfügbaren Spiele als Spielzeug betrachtet :)
    Ich bin dann irgendwann von Apple zu Dos, OS/2, BeOS, Linux und Windows gewechselt. Hab auch noch mal einen PowerMac gehabt, der mich aber total enttäuscht hat.

  2. Der Mac hat damals ganz neue Märkte erschlossen, den einzelnen User daheim als Zielgruppe erkannt und Steve Jobs war dafür mit Wozniak verantwortlich. Das war eine tolle Leistung – die man den beiden nicht weg nehmen.

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