Facebook – nicht meine Nummer 1

Facebook ist in Bezug auf seine Nutzerzahlen im Augenblick unangefochten die Nummer eins im Bereich der Sozialen Netzwerke. Aber die Frage stellt sich für mich nicht nur nach der Quantität, sondern auch nach der Qualität. Und vielleicht bin ich für Facebook zu alt. ;-)

Mein Facebook-Account ist schon etwas älter. Was daran liegt, dass ich das Ding seinerzeit natürlich ausprobieren musste. Gemessen daran habe ich eine fast zu vernachlässigende Anzahl an „Freunden“. Irgendwie tue ich mich da etwas schwer. Alleine der Begriff „Freunde“ ist mir auf Facebook einfach zu überstrapaziert. Kumpel oder Bekannte würde es eher treffen. Was den Begriff „Freundschaft“ angeht, so bin ich da etwas konservativ. Freunde sind Menschen die mir nahe stehen, vor denen ich laut denken kann, die da sind wenn man sie braucht. Das gilt natürlich in beide Richtungen.

Davon abgesehen hat sich Facebook aber auch zur Spielwiese entwickelt. Wenn man nicht aufpasst wird man von Spieleeinladungen nur so zugemüllt. Sollte Facebook auch die bislang mögliche Filterung deaktivieren findet man eh nicht mehr durch. Aber das ist noch Zukunftsmusik, daran liegt es nicht, dass ich mich dort nicht so richtig heimisch fühle. Vielleicht ist es auch die Art und Weise wie das Netzwerk seine eigenen Spielregeln durchsetzt, klammheimlich an Privatsphärenoptionen dreht, man nicht einfach Menschen deren Beiträge einen interessieren folgen kann. Im Gegensatz zu Twitter und Google+. Man muss dort auch nicht gezwungenerweise zurückfolgen wenn man nicht mag, einen die Beiträge seiner Follower nicht so sehr tangieren.

Werde ich Facebook deswegen verlassen? Chris Marquardt ist gerade auf dem Weg das zu tun. Ich bin dort mit einer ganzen Reihe von Leuten „befreundet“ die ich persönlich nicht kenne. Das hat so ein Social Network so an sich. Aber es sind dort auch einige reale Bekanntschaften, die mir wichtig sind, die zumindest jetzt noch nicht zu Google+ umziehen werden und daher werde ich meinen Account bei Facebook behalten. In welcher Art und Weise ich ihn weiterführen werde ist allerdings noch offen.

In jedem Fall werde ich mal schauen was sich auf Google+ so bewegen lässt. Und in welche Richtung sich Google bewegen wird. Noch ist ja alles beta. ;-)


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

3 Gedanken zu „Facebook – nicht meine Nummer 1“

  1. Geht mir sehr ähnlich. Ich bin auf Facebook einzig wegen einiger Leute dort, nicht weil ich Facebook selber toll finden würde.
    Für mich hat G+ schon alle Features, die ich brauche, ein paar Nettigkeiten wären toll (Posts zusammenfassen). Wenn jetzt noch die wichtigen Leute wechseln würd ich meinen FB Account löschen ohne die Spiele und den ganzen Müll zu vermissen).

  2. Naja, dass Facebook nicht meiner Nummer eins ist bedeutet ja nicht, dass ich dort meine Aktivität in Gänze einstelle. Aber es ist ganz gut, dass sie jetzt einen ernstzunehmenden Mitbewerber haben. Vielleicht merken die Jungs dann ja mal was.

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