3.301 Kilometer

So sagt es mein Navi und streng genommen fehlen da sogar noch eine Hand voll, in Tunneln ist das mit dem GPS ja nicht so weit her. Bedeutet leider, mein Urlaub ist zu Ende. Es war eine abwechslungsreiche Zeit mit Hochzeit, Motorrad fahren, Freunde besuchen und Stadtrundgängen.

Ja, ein wenig Kultur habe ich auch bekommen, insbesondere in Halle und in Berlin habe ich mir ein bisschen die Füße platt gelaufen. Aber es war  schön. Nett finde ich aktuell den Umstand, dass mein Urlaub mit einer Hochzeit begann und auch mit einer Hochzeit enden wird, die ich morgen fotografieren werde. Also zur Abwechslung bin ich mal wieder „dienstlich“ auf der Feier und nicht als Gast.

Das Allgäu stand auch auf dem Programm, wo ich eine Woche lang liebe Freunde besucht habe. Abstecher zu unseren Nachbarn in Österreich durften natürlich nicht fehlen. Für mich Küstenbewohner sind die Felsformationen da unten immer wieder beeindruckend. Bin ich es hier gewohnt am Wasser oder an der Westküste kilometerweit über das Land und an den Horizont schauen zu können, dann steht da unten alsbald ein Felsen im Weg. Was mich auf der einen Seite einschränkt beeindruckt mich auf der anderen. Vom Motorradfahren ganz zu schweigen.

Autobahnen sind nett um schnell große Distanzen zu überwinden – zumindest in der Theorie, aber nehmen wir das jetzt einfach mal so hin. Habe ich mit dem Motorrad die Wahl dann verzichte ich allerdings auf die „Bahn“ und teile mir die Strecke in mehrere Etappen auf. Mein Heimweg führte mich diese Mal aus Bayern Richtung Osten um die Stationen Halle/Saale und Berlin anzusteuern. Auch warteten liebe Menschen und bewaffnet mit der Knipse wurden die Städte etwas unsicher gemacht. Die dabei entstandenen Fotos könnten gegensätzlicher nicht sein. In Halle eher typisch touristisch, das Wetter lud auch geradezu ein. In Berlin stand Streetart auf dem Programm. Ein Thema, mit dem ich mich bislang nicht beschäftigt hatte, jedenfalls nicht so wirklich. Was sich an den Wänden teilweise verlassener Gebäude aber auch im öffentlichen Raum findet hat nichts mit den Schmierereien zu tun die schnell mal an einer Hauswand landen. Es sind aufwendige Arbeiten, teilweise fotorealistisch. Wer sich mit dem Thema mal beschäftigten mag findet bei URBAN ARTefakte eine interessante Sammlung.

Für mich war es sehr spannend Werke anderer zu fotografieren, zu dokumentieren. Und ich glaube, es war nicht das letzte Mal. Ja, der Urlaub war toll. Erwartungsgemäß sind nicht so viele Bilder entstanden wie hätten entstehen können. Aber Motorradfahren und Fotografieren geht für mich nicht so richtig zusammen. Aber ich hätte mich sehr geärgert wenn ich die Knipse daheim gelassen hätte.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

2 Gedanken zu „3.301 Kilometer“

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