Wie man sich mit seiner Kamera selbst verunsichert

Es sind oft Kleinigkeiten die einen zumindest kurzzeitig irritieren und aus dem Konzept bringen können. Nämlich dann, wenn das eigene Arbeitsumfeld nicht erwartungsgemäß reagiert und arbeitet.

So ist mir das gestern beim Fotowalk in Flensburg gegangen. Das Wetter war einfach ein Traum, der Himmel blau, die Sonne schien und trotz nicht ganz komfortabler Temperaturen musste man einfach raus. Als fotoafiner Mensch sowieso. Am späten Mittag ging es los und an sich war auch alles in Ordnung. Bis wir in eine Ecke kamen, wo die Umgebung nicht mehr so hell war wie vorher. Beim Blick aufs Display wundere ich mich, wieso das Bild so überbelichtet ist. Foto noch mal gemacht, selbes Problem. Kamera auf Belichtungskorrektur und Meßmethode hin überprüft – alles war so wie es sein sollte. Jetzt in dieser Umgebung ging ich auch noch einmal die schon gemachten Bilder durch und alle schienen sie überbelichtet.

Warum war mir das vorher nicht aufgefallen? Plötzlich kam mir ein Gedanke und in der Tat: es lag nicht an den Bildern, es lag am Display. Vegangene Woche war ich ebenfalls bei schönstem Wetter draussen und zwecks besserer Bildkontrolle hatte ich die Helligkeit des Displays erhöht und nicht wieder zurück gestellt. Gestern fiel mir das erst nicht weiter auf, weil wir auch zunächst in hellen Umgebungen unterwegs waren. Also Helligkeit auf Normalwert eingestellt und siehe da, alle Bilder wurden mit einer korrekten Belichtung angezeigt.

Böse Falle, aber das passiert mir nicht noch einmal. :-)


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

5 Gedanken zu „Wie man sich mit seiner Kamera selbst verunsichert“

  1. Christian,

    ich musste grade herzhaft Lachen, denn genau das ist mir ao auch schon passiert…

    Schön, das wir alle scheinbar direkt oder indirekt die selbe Lernkurve fliegen :-))).

    Weiterhin gut Licht!

    Gruß Jörg Langer

  2. Das beruhigt mich, dass ich nicht der Einzige bin dem das passiert. :-) Aber mal ehrlich, bei den Kameras heutzutage die mit 400 Seiten Handbuch (einsprachig) ausgeliefert werden, muss man echt aufpassen was man tut. Ein Grund mehr für mich sich an die eigene Nase zu fassen und der Predigt „vor dem Einsatz Equipment checken“ zu folgen. :-)

  3. Hätte nicht so sehr geholfen. Weil die Darstellung auf dem Display zwar im ersten Moment eine Überbelichtung vermuten liess, aber auch nicht in dem Maße das es sich dramatisch im Histogramm niedergeschlagen hätte. Sofern die Bilder überbelichtet gewesen wären.

  4. Hallo Christian,

    wir sprachen doch neulich am Telefon darüber, dass ich bei meiner D300s immer häufiger jpg-Dateien speichere, weil die Automatik unter normalen Bedingungen immer richtig liegt. Nun hatte ich allerdings gerade letzte Woche den Fall, dass die Automatik mitten am Tag versagt hat. Ich habe es Gott sei dank gleich erkannt und die Aufnahme noch mal als NEF gemacht.

    Hinterher hat sich gezeigt, dass selbst PS, GIMP. NXRaw und UFRAW das Bild mit keiner Automatik hingekommen haben. Ich musste wirklich selber fast zwei Stunden an dem Bild rumbasteln, bis alles passte.

    Siehe hier: http://www.bergbrauerei.eu/2011/05/12/rapsfeld-im-wald/

    Da zeigt sich mal, wenn es kaum geeignete Weiß, Grau oder Schwarzpunkte gibt und die Farben sehr eng bei einander liegen versagt jede Automatik. Auch wenn super Licht vorhanden war.

    Gruß
    Kristian

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