Tod 2.0

Das Web 2.0 – so rasant wie es ist so schnell kann auch mal etwas an einem vorbei gehen. So ist es mir gerade passiert mit jemandem, den ich nicht persönlich sondern nur über das Netz kannte.

In der vergangenen Nacht habe ich vom Tod dieses Menschen erfahren, der aber schon über einen Monat zurück liegt. Um so trauriger hat mich diese Nachricht gemacht, da ich sowohl dem Twitteraccount folge als auch den Blogeinträgen via Feed. Ok, im Blog war es durch viel Action im richtigen Leben etwas ruhiger und unregelmäßiger geworden und Twitter hatte ich in der Zeit nicht intensiv verfolgt.

Und dennoch kommt man an solchen traurigen Nachrichten normalerweise im Netz nicht vorbei. Verstehen tu ich es nicht. Ist das Netz schon so schnell geworden, dass alles nur noch an einem vorbei fliegt wenn man nur einmal den Blick kurz abwendet? Wenn man einen kurzen Moment unaufmerksam ist?

Nimmt man die Menschen am anderen Ende der Leitung noch wahr oder sind das alles nur noch kurze Informationsschnipsel in Nullen und Einsen? Können wir den Menschen, denen wir auf Twitter folgen, deren Blogs wir lesen, mit denen wir auf Facebook befreundet sind und die wir auf meinVZ gruscheln überhaupt die nötige Aufmerksamkeit schenken? Oder geht alles im Informationsoverflow unter?

Weihnachten steht vor der Tür, eine an sich besinnliche Zeit. Vielleicht auch Gelegenheit über solche Dinge nach zu denken.

Mel, ruhe in Frieden.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

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