Oslo 2010 – ESC

In den letzten Jahren habe ich es vorgezogen, den Eurovision Song Contest (ESC) „fern“ zu bleiben. Das funktionierte auch ganz gut, denn medial konnte man durch gezieltes Aufsetzen der entsprechenden Scheuklappen gut durchmogeln. Dieses Jahr ging das nicht.

Denn Deutschland ist Lena-Land und in diesem Fall finde ich das auch gerechtfertigt. Das Gesamtpaket gefällt und man muss sich nicht dafür schämen, einen Beitrag ins Rennen zu schicken. Selbst dabei bin ich dieses Jahr zwar auch erst seit dem Deutschlandfinale, aber ich habe mir den ESC in Oslo dann doch dieses Jahr mal komplett angeschaut.

Fünfundzwanzig Beiträge gab es, sechsundzwanzig Performances, weil Spanien zweimal durfte. Was den Titel nicht besser machte, wie auch twitterweit zu lesen war. Gefühlt war vieles Durchschnitt, wirklich grenzwertig fand ich nur zwei Titel, die Griechen und mit den Franzosen konnte ich auch nicht recht warm werden. Aber mir sind auch einige Beiträge positiv aufgefallen, die ich, wer hatte das gedacht, hier kurz kommentieren möchte.

Aserbaidschan – prinzipiell ein toller Titel, der auch optisch gut gefallen hat, allerdings schien mir die Sängerin nicht 100%ig auf der Höhe oder es lag an der Abmischung. Hier und da war es nicht so ganz harmonisch.

Moldawien – cool, punkig, fand ich gut.

Irland – schönes Ding, da kam wirkliches Irlandfeeling rüber.

Türkei – klasse Performance, schöner, rockiger Titel, hat Spaß gemacht.

Island – die haben einen Vulkan und soviel Power hatte auch der Beitrag!

Ukraine – die kamen wieder schön rockig daher.

Armenien – wunderschöne Interpretin, tolle Stimme, aber was sollte denn dieses ablenkende Bühnenbild? Die Dame hätte die Bühne alleine gefüllt.

Mit unserem eigenen Beitrag bin ich nicht so ganz glücklich. Das Paket „Lena – Satelite“ an sich finde ich klasse, daran gibt es nichts zu rütteln. Aber die „Oslo-Interpretation“hakte an zwei Dingen: die Backgrounds empfand ich nicht als harmonisch. Kann wie bei Aserbaischan aber auch an der Mische gelegen haben. Wer Lena aber als Leiche geschminkt hat, der möge bitte in den Keller gehen und sich schämen. Das Makeup ging so gar nicht.

Insgesamt hat mir die Veranstaltung aber Spaß gemacht und wenn wir es schaffen, nächstes Jahr auch wieder einen vorzeigbaren Beitrag zu produzieren, dann bin ich wohl wieder dabei.

By the way: thanks to our neighbours from Denmark for the twelve points! Tusen tak!


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

;-) :x :wall: :twisted: :thinking: :roll: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grrr: :evil: :cry: :autsch: :arrow: :P :?: :? :-| :-D :-) :-( :!: 8O 8-)