Windows 7 Upgrade

Nein, keine Angst, ich bin nicht still und heimlich in das Windowslager zurück gewechselt und nach den gestrigen Erlebnissen denke ich noch viel weniger als vorher daran – wenn dass den überhaupt geht. Kommen wir aber kurz zur Vorgeschichte.

Meine Mutter hatte sich vor ein paar Wochen ein Samsung Notebook gekauft. An sich ein gutes Gerät, Hardware völlig ok, für ihre Bedürfnisse locker genug Reserven. Ausgeliefert wurde das gute Stück mit einem installierten Vista, allerdings war im Paket enthalten eine kostenlose Upgrademöglichkeit auf Windows 7.

Vor ein paar Tagen landete nun dieses Windows 7 im Postkasten und klar habe ich gesagt, ich installiere das über Weihnachten. Sollte ja eigentlich kein Problem sein. Laut Installationsanleitung war es das auch nicht. Das ich nur zwischenzeitlich in die Tischkante gebissen habe – das war dann wohl nicht so ganz konform zu eben jener Anleitung.

Es begann harmlos, DVD rein geworfen und auf der von Samsung gelabelten DVD befindet sich ein „EasyUpgrade“ bei dem man entweder sowas wie „Standard“ und auch Benutzerdefiniert wählen konnte. Laut Beschreibung für Standard solle man den PC hinterher annähernd so vorfinden wie vor dem Upgrade. Ok, das war ja das was ich wollte und ließ das gute Stück arbeiten. Nach zwei bis drei Neustarts war er dann fertig, am sollte sich noch aktuelle Treiber aus dem Internet laden. Tja……

…. hätte ich ja gern gemacht. Nur ist es Mist, wenn man sich den Ast absägt auf dem man sitzt. Der Rechner war via WLAN im Internet, was ja an sich nichts schlimmes ist. Dieses Upgrade-Paket hat nur leider den WLAN-Treiber ersatzlos aus dem System geworfen und auf der DVD war kein neuer Treiber vorhanden. So durfte ich dann mit Hilfe eines anderen Rechners die Treiber herunterladen und dann via USB Stick auf das Notebook werfen. Wobei die Treiberauswahl auch etwas abenteuerlich war, denn genau die Modellbezeichnung, die auf der Unterseite des Gerätes prangt, gibt es im Supportbereich von Samsung gar nicht. Genommen habe ich dann die Treiber für ein Schwestermodell, die dann auch funktionierten.

Jetzt war die Kiste also erstmal wieder im Netz – ansonsten aber sehr leer. Wo waren denn die vorher installierten Programme? Weg. Gut, es war vorher auch schon nicht viel drauf, Muttern lernt ja erst noch mit den guten Stück die Welt der Computer kennen. Aber Firefox und Thunderbird waren erstmal verschwunden. Wieder gefunden habe ich die erst viel später in einem versteckten Verzeichnis. Was diesen Kahlschlag aber überdauert hatte war mein Leib- und Magendateimanager, der Total Commander. Und, wie sich bei der Neuinstallation von Firefox herausstellte, auch die Bookmarks und sonstigen FF-Einstellungen.

Ich weiß bis jetzt noch nicht, ob das nun ein schlechter Scherz sein soll oder aber Schlamperei. Wenn letzteres, dann wäre interessant zu wissen an welcher Stelle. Denn genau diese Frickelei wie ich sie gestern wieder erlebt habe ist es, die meine Entscheidung Windows den Rücken zu kehren nur wieder bestärkt haben. Hätte ein unbedarfter Anwender dieses Upgrade so gemacht wie es in der Anleitung beschrieben stand, dann hätte er hinterher ziemlich in die Röhre geschaut. Ich finde so etwas schon sehr enttäuschend.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

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