Die elektronische Visitenkarte

Vor kurzem war ich bei einem alteingesessenen Kieler Fotografen, um Fotos von mir machen zu lassen. Im Vorfeld wollte ich mich über den aktuellen Stand informieren, ob er überhaupt noch Portraits macht, da die Buschtrommel etwas anderes behauptet hat.

Dunkel fiel mir dabei die Webseite ein, die er noch vor einem halben Jahr im Netz stehen hatte. Die war, gelinde gesagt, in einem grauenhaften Zustand und erinnert einen eher an meine ersten HTML-Versuche. So war ich sehr angenehm darüber überrascht, dass sich hier grundlegendes getan hatte. Die Seite zeigte sich in einem völlig neuen Outfit, eines Fotografen würdig und enthielt, wie man es erwartet, auch entsprechende Infos und Arbeitsproben. Und in der Tat, auch Portraits werden dort noch geschossen.

Ich also hin und wir kamen auf die Webseite zu sprechen, und er fragte mich, wie sinnvoll ich sie halten würde. In dem alten Zustand war die Seite keinesfalls hilfreich, im Gegenteil, eher abschreckend, denn das erinnerte mehr als Hinterhof-Flair. So runderneuert dagegen ist sie ein gutes Aushängeschild und erste Anlaufstelle, wenn man via Internet auf der Suche nach einem Fotografen ist.

So verhält es sich eigentlich mit jedem Webauftritt. Insbesondere Unternehmen, egal in welcher Größe, sollten unbedingt darauf achten, dass ihre Seite nicht einer Baustelle ähnelt oder an die Gehversuche eines HTML-Anfängers erinnert. Denn auch im Netz gilt, der erste Eindruck entscheidet. Und wie schnell hat man eine Seite, die einem optisch gegen den Strich geht, wieder weg geklickt. Ein sauberer, nicht überladener Aufbau macht die Navigation und Informationssuche einfach, denn das will man als Kunde, schnell zu einer gesuchten Information kommen. Das ist übrigens etwas, was auch die „Grossen“, die sich sogar das Webdesign auf die Fahnen geschrieben haben, nicht immer beherrschen und sich schnell in Spielereien vergehen.

Spielereien sind schön und gut und in Zeiten von DSL-Flatrates auch kein „NoGo“ mehr. Sie sollten jedoch sinnvoll und in Maßen eingesetzt werden, denn sonst verliert der Besucher auch schnell die Lust an der Seite und man erreicht das Gegenteil von dem was eigentlich beabsichtigt wird.

Viele Seiten, auch die grosser Unternehmen, stände zuweilen eine kleine Erneuerung gut zu Gesicht. Aber gerade auch die kleinen Unternehmen sollten ihren Online-Auftritt nicht zu stiefmütterlich behandeln, denn dies kann ein sehr schneller und direkter Weg zum Kunden sein.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

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