Ein Monat Mac

Es ist nun schon einen Monat her, seid der iMac bei mir „eingezogen“ ist und ich möchte im Folgenden ein paar Erfahrungen festhalten sowie einige Programme nennen, die ich mittlerweile auf dem Apfel benutze. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen.


Der Mac erfreut sich hier nach einem Monat immer noch meiner Begeisterung. Ein Freund hat mir gesagt, dass hätte ich schon viel früher haben können, hätte ich auf ihn gehört :-). Nun ja, also so ganz stimmt es nicht, denn erst mit den Intel-Prozessoren in Verbindung mit Parallels ist es ein wirklich rundes Paket für mich, denn es gibt drei Anwendungen, bei denen ich derzeit noch auf Windows angewiesen bin. Aber der ganze Rest ist nativ Mac :-D

Der Mac

Der iMac selbst erfreut durch ein schickes und trotz seiner Größe nicht klobiges Design. So schick, das mein alter Herr ihn wohl am liebsten auf den eigenen Schreibtisch gestellt hätte. Allerdings habe ich mir an der Stelle dann ein Veto erlaubt :-). Entschieden habe ich mich für die 20″ Variante. Der 24″ hätte mich einerseits schon gereizt, beeindruckt er doch durch schiere Größe. Aber Größe ist nicht alles und auch nicht immer positiv. So wäre er für meinen Schreibtisch einfach zu groß und worüber ich mich sicherlich geärgert hätte wären die nicht gleichmäßig ausgeleuchteten Ecken des Displays. Und dafür wollte ich dann nicht rund 500 Euro mehr ausgeben.

Die Installation war erschreckend schnell und einfach. Meinen Namen wollte er, das Passwort für das WLAN und nach ein paar Minuten war er denn auch schon fertig installiert. Wer schon Übung mit der Maus hat, wird sich schnell zurechtfinden, auch ohne großartige Dokumentation (die lese ich eh eigentlich erst, wenn es schon fast zu spät ist ;-)). Sicherlich muss man sich etwas umgewöhnen, wenn man auf die Windows-Schiene eingefahren ist. Aber OS X ist da sehr entgegen kommend und die Hilfefunktion schlüssig.

Dsc02855-1Etwas ungewohnt ist die Tatsache, dass CDs und DVDs rechts in den Apple quasi in den Bildschirm eingeschoben werden. Es sieht einfach etwas drollig aus und verleitet einen schon Mal zum Schmunzeln. Aber selbst wenn man den Schacht selbst nicht sieht, findet man ihn nach kurzer Übung doch recht zielsicher. Bei der Gelegenheit sei erwähnt, dass das Laufwerk sich mit Silberscheiben, die mit entsprechenden Aufklebern versehen sind, etwas schwer tut. Jedenfalls wenn es darum geht, selbige wieder auszuwerfen.

Dsc02852Tastatur und Maus werden mitgeliefert. Beides sind ebenfalls nicht einfach Peripheriegeräte, sondern gehören ebenfalls zum Designkonzept eines Macintosh. Ob man sich an beides wirklich gewöhnt steht natürlich auf einem anderen Blatt, schick sind sie in jedem Fall und durchaus auch praktikabel. In Sachen Ergonomie allerdings befindet sich die Tastatur nicht auf dem aktuellen Stand. Sie ist im Winkel nicht verstellbar, wenn auch sie nicht so steil ist, wie manche PC-Tastatur.

Trotzdem denke ich über eine Tastatur von Logitech nach, ähnlich wie ich sie auch an meinem Windows-Rechner hatte. Meiner persönlichen Meinung nach gibt es keine besseren Tastaturen als die von Logitech, aber auch dass ist von individuellen Vorlieben abhängig. Was man als „Switcher“ von Windows zum Mac als erstes tun wird ist die Aktivierung der rechten Maustaste der Mightymouse. Ja, auch beim Mac gibt es inzwischen mehr als nur einen Button. Etwas, was die Usability deutlich erhöht.

Das soll es zur Hardware gewesen sein, nur ein flüchtiger Eindruck. Wer es genau wissen will, lese die Testberichte der einschlägigen Fachpresse oder spreche mich doch direkt an.

Die unendlichen Weiten des Internet

Bei mir ist Internet gleichbedeutend mit Mail, surfen, Chat und Blog.

In Sachen Mail benutze ich das systemeigene „Mail“. Ich hatte zwar auch Thunderbird zwischendurch ausprobiert, aber nachdem ich die Technik der „Intelligenten Ordner“ für mich entdeckt und ich auch keine Lust hatte, mehrere Adressbücher zu pflegen, habe ich davon wieder Abstand genommen. „Mail“ leistet für mich alles erforderliche, auch wenn mich auf dem Windows-Rechner „TheBat!“ mit sehr vielen Funktionen verwöhnt hat, wenn auch vieles davon letztlich nur Spielerei war – aber Spaß hat es gemacht :-)

Seit langer Zeit benutze ich zum Erforschen des unendlichen Web den Mozilla-Browser „FireFox„. Daher war ich sehr glücklich, ihn auch auf dem Mac weiter nutzen zu können. Zu Safari kann ich offen gestanden nicht so viel sagen, da ich ihn nicht weiter ausprobiert habe, was aber noch passieren kann. Aber mir ging es auch darum, möglichst schnell eine produktive Arbeitsumgebung herzustellen, und da habe ich dann auf Bewährtes zurück gegriffen.

Zum Chatten bringt Mac OS 10.4 iChat mit, mit dem man sich über AIM (AOL) und .MAC verbinden kann. Dabei werden dann auch Videochats unterstützt. Wer in verschiedenen Chatsystemen aktiv ist, kommt um ein zusätzliches Tool nicht herum. Adium tut hier seinen Dienst, wenn auch ohne die Möglichkeit des Videochats, persönlich finde ich das bis jetzt nicht so tragisch. Vielleicht ändert sich das ja noch. Zusätzlich ist natürlich auch Skype verfügbar, zur Zeit in einer 2.5 Beta mit der auch wie bei der Windows-Version eine Konferenzschaltung mit bis zu zehn Teilnehmern möglich ist.

Bleibt noch die Sache mit dem Blog. Anfänglich wollte ich ja mit Hilfe von Parallels „BlogDesk“ weiterverwenden. Jedesmal allerdings extra die virtuelle Maschine deswegen anwerfen? Nein, so richtig Lust hatte ich dazu dann doch nicht. So bin ich nach einigem Suchen und angucken bei „ecto“ gelandet, mit dem auch gerade dieser Text entsteht. Zwar nicht kostenfrei, dafür aber mit ein paar netten Kleinigkeiten, die das Bloggerleben erleichtern.

Papierkrams, ohne geht es nicht

In Sachen Büro bin ich „gezwungen“, den reinen Mac-Pfad zu verlassen und ein in Parallels installiertes Windows XP zum Einsatz kommen zu lassen. Das ist notwendig für meine Buchhaltung, denn dafür will ich nicht jedesmal den alten PC anwerfen müssen, der mit seinen sechs Jahren nun auch ausgedient hat. Die Lösung mit Parallels funktioniert aber recht gut, mag für Spiele nicht geeignet sein, für Bürokram aber locker und so wurde das angeschafft.

Als Officelösung benutze ich NeoOffice. Das ist ein Paket, das auf OpenOffice beruht, welches ich unter Windows schon lange einsetze. OpenOffice läuft zwar auch auf einem Mac, allerdings wird derzeit dazu noch X11 benötigt, bei NeoOffice ist das nicht der Fall und fügt sich nahtlos in das Look and Feel von OS X.

Was bleibt: das eine oder andere nützliche Werkzeug

Es gibt noch einige nützliche Tools, die ich nicht regelmäßig nutze, bzw. unauffällig im Hintergrund laufen.

Um beispielsweise meine Blog-Software zu pflegen, also aktuelle Dateien einzuspielen, benutze ich „Cyberduck“ als FTP-Client, kann ich jedem weiterempfehlen.

Chicken of the VNC“ ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Client für VNC-Verbindungen, der sich einfach konfigurieren lässt und her bereits gute Dienste geleistet hat.

Als Virenscanner läuft hier „ClamXav“ im Hintergrund. Die Gefahr von Viren für den Mac ist zwar immer noch sehr gering, aber auch dieses geringe Risiko gilt es zu minimieren, erst recht im geschäftlichen Emailverkehr.

Zu guter Letzt sei als Erweiterung für das multimediale Erlebnis „VLC“ erwähnt, mit dem sich dann auch Quicktime-fremde Formte abspielen lassen.

Versiontracker“ ist für den Softwaresuchenden Macianer eine gute Anlaufstelle, um in einem riesigen Softwarefundus zu stöbern :-)


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

2 Gedanken zu „Ein Monat Mac“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

;-) :x :wall: :twisted: :thinking: :roll: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grrr: :evil: :cry: :autsch: :arrow: :P :?: :? :-| :-D :-) :-( :!: 8O 8-)