Ein Monat Sony R1

Zugegeben, nicht auf den Tag genau, aber immerhin noch im Wochenlimit :-D habe ich nun die R1 einen Monat lang und möchte mal kurz an dieser Stelle dazu ein paar Worte verlieren. Denn dazu ist so ein Blog ja da, auch wenn ich es in der letzten Zeit nicht immer regelmäßig pflege *Schäm*

Kurzfassung: Die R1 ist saug..l ;-)

*räusper* Wie ich an anderer Stelle schon etwas weniger ausführlich erwähnte, habe ich mir im Rahmen meiner werdenden Selbstständigkeit die Sony DSC-R1 nebst Systemblitz angeschafft. Der Weg dorthin führte über mehrere Diskussionen mit meinem lieben Freund Tobias, seines Zeichens Testredakteur beir der DigitalPHOTO.

Ich (genauer mein Bauch) wollte eigentlich eine Nikon D200, was auf der einen Seite insofern Sinn gemacht hätte, als das ich aus meiner analogen Zeit zumidest die Objektive hätte weiter nutzen können. Um aber so fotografieren zu können wie ich das gerne möchte, hätte das neben dem Body noch die Anschaffung eines unbedingt notwendigen halbwegs vernünftigen Weitwinkelobjektives, sowie eines neuen Blitzgerätes und Winkelsucher bedurft. Die Anschaffungskosten nur für die Ausrüstung hätte bei deutlich über 2.000 Euro gelegen.

Als DSLR-Alternative stand dann eine Sony alpha 100 auf dem Programm, die mit entsprechenden Kit-Objektiven die Investitionskasse schon deutlich geschont hätte und auch mit einer Sensorreinigung aufgewartet hätte. Allerdings war sie zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung noch nicht auf dem Markt, so das keinerlei Erfahrungswerte vorlagen. Und im Nachhinein hat sich die Entscheidung gegen diese Kamera als gut erwiesen, weil derzeit nicht alle Optiken lieferbar sind.100 2207

Aus dem Rahmen, weil eben keine DSLR, fiel die Sony R1. Ich war anfangs sehr skeptisch, was mir Tobias da „unterjubeln“ wollte. Tele nur bis 120mm, dann dieses Display das einen im ausgeklappten Zustand an eine Satellitenschüssel erinnert (E.T. läßt grüßen), und eben keine SLR. Bis dahin kannte ich sie nur aus der Theorie und den Erzählungen meines „Privatredakteurs“ :-D.

Das Bridgekameras aber nicht schlecht sein müssen, hat die Fuji S9500 meines Vaters ja schon bewiesen. Die hätte ich mir prinzipiell auch gekauft, allerdings hat sie das Manko, dass sie keine in meinen Augen brauchbare externe Blitzsteuerung hat. Also bin ich zum nächsten Elektrogroßmarkt und habe mir einen ersten Eindruck der R1 verschafft. Er war positiv überraschend. Sie lag gut in der Hand und nicht mit Bedienelementen überladen. Auch die Menüführung machte einen guten ersten Eindruck.

So wurde sie denn bestellt, trotz des eingeschränkten Telebereiches. Denn in den Gesprächen hat sich letztendlich herausgestellt, dass ich mehr Tele für meine beabsichtigte Art der Fotografie nicht benötigen würde. Mittlerweile hat sich das auch bestätigt.

Meine Erfahrungen nach einem Monat mit der R1 sind fast durchweg positiv. Für meine Art der Fotografie bietet sie alles was ich benötige: gute Bildqualität, ausreichend schnell, durch das externe Display an der Kameraoberseite kann ich sie wie eine Schachtsucherkamera verwenden, ohne Angst haben zu müssen, das Display könne im hektischen Betrieb abbrechen. Denn es wird aufgeklappt, um 180 Grad gedreht und im offenen Zustand einfach wieder oben versenkt.

Die Kamera bietet mir viele Freiheiten bei der Bildgestaltung, der Akku läuft irgendwie ewig und selbst der digitale Zoom ist für gewisse Dinge brauchbar. Der Autofocus ist für meine Zwecke schnell genug, allerdings fotografiere ich auch keine Action- oder Sportmotive. Dafür könnte er wohl ruhig schneller sein. Im Zusammenspiel mit dem Systemblitz braucht man dann allerdings wirklich geduld, ich weiß nicht was Sony da gemacht hat, aber da scheint dann jemand mächtig auf die Bremse zu treten. Das ist aber das Einzige, was ich an diesem Paket bekritteln kann.

Davon abgesehen ist die R1 eine potente Kamera, die einem viele Möglichkeiten der kreativen Fotografie ermöglicht. Das sie keine DSLR ist nehme ich ihr nicht übel. Im Gegenteil. Zum momentanen Zeitpunkt brauche ich einfach keine DSLR, weil ich nicht wüßte, was sie mir mehr bieten könnte als die R1. Sicher, mehr Tele in Reserve zu haben wäre schön. Aber ich komme auch ohne aus. Und ich muß mir keine Sorgen um Dreck auf dem Sensor machen ;-)

Für mich persönlich, und ich denke darauf kommt es bei jedem Fotografen an, war die Entscheidung für diese Kamera goldrichtig.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

3 Gedanken zu „Ein Monat Sony R1“

  1. Klingt ja alles in allem recht interessant.. freue mich für Dich, wenn Du hier scheinbar die richtige Wahl getroffen hast!
    Und was die Anmerkung von Melli angeht.. Antwort-Mail ist zwar nicht ganz so schlimm, aber was z.B. schön wäre zu wissen, ob Du Dich inzwischen für Variante „Geschenk“ oder „Geschenk Plus“ ;) entschieden hast.. Du erinnerst Dich? Nur mal so am Rande… :)
    Gruss, Michael

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