Rauchverbot in Gaststätten

Deutschland einig Bürokratenland – so oder so ähnlich kann man es nur noch ausdrücken, was Gesundheitsminister Seehofer auf den Weg bringen will. Bis Mitte 2007 soll ein Gesetz zum Rauchverbot in Gaststätten vorliegen.

Seehofer will ein generelles Rauchverbot für Gaststätten erwirken. Es stellt sich allerdings die Frage nach dem Sinn eines solchen Verbotes. Denn wer soll das bitte überwachen? Eine neue Behörde schaffen? Wer finanziert die? Achja, da kann man mal wieder an irgendeiner Steuerschraube drehen, am besten man erhöht die Mineralölsteuer noch ein bißchen. Oder die Mehrwertsteuer gleich auf 20 % anheben.

Ob Herrn Seehofer auch vielleicht einmal durch den Kopf gegangen ist, daß man es den Gastwirten überlassen sollte, ob sie das Rauchen in ihren Räumen zulassen wollen oder nicht? Gesundheitsschutz der Nichtraucher hin oder her, aber wir sind doch alle erwachsen genug um zu entscheiden, ob wir in eine Gaststätte mit Raucherlaubnis gehen oder nicht.

Aber Herr Seehofer scheint uns alle für unmündige Bürger zu halten, die nicht in der Lage sind solche Entscheidungen treffen zu dürfen. Eigentlich eine Frechheit, wenn man es mal so sieht, oder?


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

10 Gedanken zu „Rauchverbot in Gaststätten“

  1. Wenn es nach mir geht, sollte die Tabakindustrie weltweit abgeschafft werden, dann hätte sich das Problem sowieso erledigt. Und ja, ich weiss, was jetzt wieder kommt: Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Lebensqualität der lieben Süchtigen, Alkohol ist viel schlimmer etc. pp. Ich weiss.
    Und trotzdem: wozu ist diese „Angewohnheit“ gut? Es macht krank, es ist teuer, es belästigt die Mitmenschen.
    Ich bin für eine rauchfreie Umgebung, egal wohin ich komme, denn mein Asthma kümmert es überhaupt nicht, ob Rauchen nun erlaubt ist oder nicht. Wenn Raucherinseln, dann bitte dort, wo man sie als Nichtraucher vermeiden kann. Und nicht nach dem Motto „wir sind in der Überzahl, beiss halt die Zähne zusammen“.

  2. Wieso „neue Behörde“: jeden Tag gehen Lebensmittelkontrolle und Gesundheitsämter ohnehin in Lokale, überprüfen dort die Hygiene, ob Gammelfleisch angeboten wird etc., die können dann einfach den Rauch mit überprüfen.

    Es ist eine Frechheit das eine Minderheit der intoleranten Raucher meint andere bevormunden und einschränken zu dürfen. Natürlich kann ein Gastwirt nicht selber entscheiden: Kneipen und Lokale sind nämlich Arbeitsplätze.

    Wie „mündig“ die Raucher sind, sieht man n den 3.300 Passivrauchtoten jährlich.

    Jeder sollte selbst entscheiden können ob er mitrauchen will oder nicht – und das gehört sich auch für den Barkeeper oder die Kellnerin. Warum sollen raucher die auch an deren Arbeitsplätzen schädigen dürfen? Mit welchem Recht? Weil die ein paar Euro Tabaksteuer gezahlt haben?

  3. mhmm ich finde das generelle Rauchverbot in Gaststätten gut. Ich habe nunmal meine lieblingskneipen und wenn da gerade die Wirte sagen würden: „nee bei uns darf man rauchen“, dann muss ich mir also neue Lieblingskneipen zulegen?! …. also ich finde das generelle gut.. und solang man noch nichts genaues weiß, wie das gehandhabt wird, heißt es abwarten…

  4. Ich weiss nicht ganz, wogegen Du „wetterst“, Christian. In anderen Ländern gibt es das schon und ich finde das auch gut so… rauchen bringt nichts, als dem der es tut vielleicht ein positivieres Gefühl zu verschaffen. Allen anderen drum herum schadet es nur.. es hat noch nicht einmal die „anheiternde“ Wirkung von Alkohol.. und schafft eigentlich nur Probleme.
    Und wozu eigene Behörde.. das Ordnungsamt prüft – wie anderweitig geschrieben – eh. Ausserdem bedarf es nur einer Auflage zur Schanklizenz, die einem Wirt entzogen werden kann, wenn er nicht auf die Einhaltung achtet.. schon erledigt sich das von alleine.
    Die Konsequenzen sind nicht unerheblich und mir tun die leit, die es betrifft.. aber ich halte es da mit Martin – ich wäre auch froh, wenn ich nicht immer mit angehaltenem Atem durch ein Lokal gehen müsste oder noch besser, wenn ich im Büro auch mal wieder das Treppenhaus nutzen könnte, denn das wird zur Zeit bei uns als Raucherzone genutzt und da stinkt es immer fürchterlich.. aber das behandelt das Gesetz leider nicht.
    Gruss, Michael

  5. Ich weiss nicht ganz, wogegen Du „wetterst“, Christian. In anderen Ländern gibt es das schon und ich finde das auch gut so… rauchen bringt nichts, als dem der es tut vielleicht ein positivieres Gefühl zu verschaffen. Allen anderen drum herum schadet es nur.. es hat noch nicht einmal die „anheiternde“ Wirkung von Alkohol.. und schafft eigentlich nur Probleme.
    Und wozu eigene Behörde.. das Ordnungsamt prüft – wie anderweitig geschrieben – eh. Ausserdem bedarf es nur einer Auflage zur Schanklizenz, die einem Wirt entzogen werden kann, wenn er nicht auf die Einhaltung achtet.. schon erledigt sich das von alleine.
    Die Konsequenzen sind nicht unerheblich und mir tun die leit, die es betrifft.. aber ich halte es da mit Martin – ich wäre auch froh, wenn ich nicht immer mit angehaltenem Atem durch ein Lokal gehen müsste oder noch besser, wenn ich im Büro auch mal wieder das Treppenhaus nutzen könnte, denn das wird zur Zeit bei uns als Raucherzone genutzt und da stinkt es immer fürchterlich.. aber das behandelt das Gesetz leider nicht.
    Gruss, Michael

  6. Eines finde ich besonders lustig: In ihrer deutschen Kneipe murren die Raucher gegen das Rauchverbot, sind sie im Urlaub in Irland sitzen sie dort auch im Pub, trinken ihr Bier, amüsieren sich, und gehen kurz raus zum rauchen, und berichten dann danach auch noch dass das alles nicht so schlimm war, sie weniger geraucht haben, und so vielleicht noch Geld für nen halbes Bier mehr drin war. Zurück in old germany kommen sie dann plötzlich nichtmehr vom Stuhl hoch und finden die Diskussion absurd – komisch nicht?

    Mal andersrum gefragt: im nächsten Jahr gehen die Engländer, darauf wahrscheinlich die Franzosen und Schweizer rauchfrei, dann sind wir in Deutschland die einzigen Westeuropäer bei denen man in Gaststätten noch qualmen darf – mich würde als Tourist der Qualm nicht reizen, ebenso wenig wie der Gedanke stundenlang nach einem rauchfreien Lokal suchen zu müssen, anstatt wie in Rom in jedes gehen zu können…

    Nur mal so meine Gedanken dazu, da man in Dt. ja dazu neigt alles negativ zu sehen.

  7. Was mich an diesem ganzen „Drama“ stört ist die Tatsache, daß in diesem Land alles und jedes reglementiert werden muß, daß es nicht möglich zu sein scheint, daß sich Dinge von selbst regeln.

    Wenn die Raucher so eine Minderheit sind, warum können dann die Gastwirte nicht selbst entscheiden, ob sie das Rauchen in ihren Räumen erlauben oder nicht? Theoretisch dürfte es dann ja gar kein Problem darstellen das Rauchen zu verbieten.

    Martin, das mit den Barkeepern und Kellnerinnen etc. zieht als Argument nicht. Denn das sind Arbeitsplätze, die bekanntermassen in entsprechenden Umgebungen angesiedelt sind. Das ist ungefähr so, als würde jemand als Stahlkocher arbeiten und sich dann über die hohen Temperaturen am Hochofen beschweren. Das weiß man vorher und wenn man das nicht will, dann darf man in dem Beruf nicht arbeiten.

  8. in anderen ländern funktioniert es ja schließlich aus nur mit zwang. dann aber gut.
    das argument der beschäftigten haben andere ja schon gebracht.

  9. Das ich als Nichtraucher die Idee, das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen und Restaurants zu verbieten, gut finde ist wohl nicht verwunderlich. Warum man das nicht der Selbstregulierung überlassen kann ist für mich auch klar, dann wird sich nämlich auch in 100 Jahren noch nichts ändern.

    Was mich viel mehr ärgert ist die Inkonsequenz der Politik(er). Nach der ersten Teilerhöhung der Tabaksteuer ist der Umsatz der Rauchwarenindustrie erheblich zurückgegangen und viele Raucher haben aus finanziellen Gründen den blauen Dunst aufgegeben. Das Gesundheitsministerium hatte ausgerechnet, dass dadurch, und durch die weiter sinkende Zahl von Rauchern nach der zweiten geplanten Teilerhöhung, dem Gesundheitssystem langfristig Millioneneinsparungen ins Haus stehen. Die Tabaklobby und der Finanzminister, für den jeder Raucher weniger auch weniger Geld in der Kasse bedeutet, haben es fertig gebracht, dass man die zweite Teilerhöhung nicht durchgesetzt hat.

    Da sieht man mal wieder, welche Prioritäten in der Politik gesetzt werden :(

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