Von der Kunst seine Glaubwürdigkeit zu verlieren

Glaubwürdig zu sein ist heute etwas sehr wichtiges. Nein, es war schon immer wichtig und es wird auch immer wichtig sein. Die Frage ist, was macht Glaubwürdigkeit aus?

Glaubwürdig zu sein wird mit fortschreitender Zeit immer schwieriger, denn Glaubwürdigkeit läßt sich immer einfacher nachprüfen. Wahre Informationen machen einen glaubwürdig. Im Mittelalter oder der Zeit davor war es verglichen mit heute relativ einfach glaubwürdig zu sein, auch wenn man mit Informationen hausieren ging, die nicht so ganz der Wahrheit entsprachen. Das Nachprüfen dieser Informationen war doch etwas aufwendiger als heute.

Was macht einen noch glaubwürdig? Die Art und Weise, wie man mit Informationen umgeht, wie man sie vermittelt. Prädestiniertes und auch mein Lieblingsbeispiel ist immer einer große Tageszeitung in Deutschland. Von deren zuverlässigen Arbeit können wir uns wieder und wieder hier überzeugen.

Besonders dann, wenn es um heikle Themen geht, sollte man dafür sorgen, daß seine Glaubwürdigkeit in der Argumentation erhalten bleibt. Dazu gehört zum einen, daß man nur wahrheitsgemäße Argumente ins Feld führt und damit arbeitet, da es immer jemanden geben wird, der dies nachprüfen wird. Denn ein falsches Argument kann ein komplettes Kartenhaus, selbst wenn es aus Wahrheiten besteht, zusammenstürzen lassen. Glaubwürdigkeit bedeutet auch, daß einem in gewissem Maße vertraut wird. Vertrauen zu erarbeiten ist schwer, es zu verlieren sehr einfach.

Weiter ist es wichtig, in welcher Art und Weise man Argumente und Informationen präsentiert. Wiederum bei heiklen Themen ist Sachlichkeit oberstes Gebot. Alles andere dient nur noch dazu, sich das „Standing“ das man hat, zu ruinieren. Prominentes Beispiel im Umkreis der Wikipedia ist das zur Zeit leider das Team um FvMM, bei welchem es zum einen derzeit nicht mehr wirklich klar ist, welches Ziel überhaupt noch verfolgt wird, denn man scheint dort einen Mehrfrontenkrieg führen zu wollen. Gegen die Wikipedia und deren Admins, wobei im einschlägigen Fall Tron nur einige involviert sind; gegen die Wikimedia, weil es, so scheint es jedenfalls, nicht sein darf, das ein Wikimedia-Mitglied auch als Admin in der Wikipedia tätig sein darf. Des weiteren ein paar begrenzte Buschfeuer.

Trotz mehrmaligem Hinweis, daß dieser Weg der Darstellung und Argumentation nicht sinnvoll ist, wird in der Art einer bereits angesprochenen Tageszeitung weiter gemacht. Es wird von Interviews gesprochen, die es so nicht gegeben hat. Es werden Texte zitiert, die nach eigenem Wunsch zusammengesetzt werden, ohne das ein Aussenstehender erkennen kann, daß da eigentlich ein Textteil fehlt. Das offizielle Ziel, welches man sich auf die Fahnen geschrieben hat, scheint nicht mehr dasjenige zu sein für das gekämpft wird. Im Gegenteil, es wird diesem Ziel, der Familie von Tron zu helfen, geschadet. Einsicht scheint es nicht zu geben. Ebenso wenig scheint Interesse an einer sachlichen Diskussion zu bestehen. Schade, aber so verspielt man seine Glaubwürdigkeit. Erst recht dann, wenn man es nötig hat, sich hinter seiner Anonymität verstecken zu müssen und seiner eigenen Forderungen nach einem Impressum nicht nachkommt.


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

12 Gedanken zu „Von der Kunst seine Glaubwürdigkeit zu verlieren“

  1. Hallo Christian!

    1. Die Fragen hat Gravenreuth uns gestellt. Das ist so.
    2. Wir haben diese Fragen beantwortet.
    3. Diese Antworten wurden von der Wikimedia Deutschland e.V. manipuliert. Das ist Öl ins Feuer.
    4. Daraufhin haben wir unsere Antworten ganz einfach in unserem Blog wiedergegeben. Dort manipuliert man uns nicht.
    5. Ergebnis: http://fvmm.blogspot.com/2006/02/interview-freiherr-von-gravenreuth-mit.html

    Mehr war nicht.

    Gruss
    FvMM

  2. Zu dem anderen Punkt „Sachlichkeit“, da möchtest du uns bitte erklären, wo wir bei diesen Punkten unsachlich gewesen sind:

    Wikimedia: Mathias Schindler unterstellt gegnerischen Rechtsanwalt Parteiverrat
    http://fvmm.blogspot.com/2006/02/wikimedia-mathias-schindler.html

    Beschlagnahme der deutschen Wikipedia?
    http://fvmm.blogspot.com/2006/01/beschlagnahme-der-deutschen-wikipedia.html

    Die „Kunst seine Glaubwürdigkeit zu verlieren“ tust du dir nur selbst an und das ist schade.

    Gruss
    FvMM

  3. Das sieht der Gravenreuth aber irgendwie anders. Zumal er die Fragen nicht Euch gezielt gestellt hat, sondern er hat sie in den Raum gestellt. Ein Interview ist nämlich etwas, bei dem die am Interview beteiligten Personen wissen, das ein Interview statt findet. Und nach der Email Gravenreuths war dem nicht so.

    Und wer sagt mir, daß Ihr nichts manipuliert habt? Eure Vorschusslorbeeren die ich Euch gegeben habe, habt Ihr inzwischen verspielt wie Du gemerkt hast. Gründe siehe oben.

  4. Wenn Du nicht dauernd im Spamfilter landen willst, dann solltest Du eine andre Emailadresse angeben.

    „Zu dem anderen Punkt “Sachlichkeit”, da möchtest du uns bitte erklären, wo wir bei diesen Punkten unsachlich gewesen sind:“

    Bevor Ihr nicht freiwillig aus der Anonymität raus kommt bin ich Euch keine Erklärung mehr schuldig. Und was die Glaubwürdigkeit angeht: Geh mal in Dich, nimm mal 2 Tage Pause und dann schau Dir an, was Ihr so schreibt. Und dann melde Dich wieder bei mir.

  5. Torsten, ich bin, wie du beim Lesen der Einträge vielleicht gelesen hast, durchaus bereit, den Leuten nicht vom Grundsatz her Böswilligkeit zu unterstellen. Ergo gestehe ich FvMM ein „Team“ zu, bzu dem ich allerdings die Leute zähle, die stellenweise auch die Einträge bei ihm kommentieren. Sollten die auch alle von ihm sein, so bleibt mir nichts übrig als ihm mein tiefes Mitgefühl auszusprechen, denn das wäre krank, und zwar ohne daß das jetzt sarkastisch oder ähnlich gemeint ist.

  6. hi christian, mir persönlich wird das alles etwas unheimlich, was dort seit Tagen geschieht.
    irgendwo schrieb er, daß sie uns alle für unsere ’schandtaten‘ bei wikipedia hinhängen wollen.
    schau dir nur einmal diese ergebnisse an:
    http://www.google.de/search?q=%22alexander+klimke%22&hl=de&hs=9xp&lr=&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de-DE:official&start=10&sa=N
    http://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade-DE%3Aofficial&q=%22stephan+teschke%22&meta=
    ich glaube, hier steckt eine ganz klare absicht dahinter.
    die wollen uns admins durchleuchten und davon möglichst viel im internet bekanntmachen.
    wenn das einmal im internet so drin ist wie beim stephan und beim alex, das würde ich nicht mehr wegbekommen.
    wahrscheinlich werde ich die nächsten tage meine adminknöpfe zurückgeben.
    mir ist das etwas zu heiß. tut mir leid.

    liebe grüße
    claudia
    (meinen benutzernamen möchte ich hier nicht preisgeben. bitte habe verständnis hierfür)

  7. aufgeflogen ist das ganze, weil ich u.a. bei gravenreuth nachgefragt hatte:
    http://www.dieweltistscheisse.de/2006/02/14/fakeworld/

    nur als ergänzung gedacht. bitte nicht falsch verstehen. ich bin kein „aber ich hab das ans licht gebracht“-freak. mir geht es eher darum, dass ein einfaches nachfragen jeder machen kann und auch sollte, so wie ich es gemacht hatte.
    ich habe dazu natürlich die „vermeindliche macht“ eines bloggers verwendet, denn sonst hätte ich sicherlich nicht mir gravenreuth telefonieren können. erst auf meine hinweise, dass ich gleich in meinem „BLOG“ dazu einen bericht schreiben werde, wurde ich zu gravenreuth durchgestellt und habe dann auch eine stellungnahme von ihm via email bekommen, die er dann später als pressemitteilung herumgeschickt hat.

    @all
    blogger sein, heißt auch, etwas bewirken zu können…:-))

    viele grüße
    weltherrscher

  8. Hallo Claudia, also was die Google-Suche angeht, so muß man sich da nicht wirklich Gedanken machen, denn das was da zu Tage gefördert wird ist ohnehin in der Suchmaschine hinterlegt und nicht durch FvMM gepuscht worden. Einzig die zwei oder drei Einträge die sich auf das Blog beziehen tauchen dort auf. Hast du mal versucht, eine entsprechende Google-Suche auf Deinen Namen zu machen? Mach mal. Was Deinen Benutzernamen angeht, so geht das schon in Ordnung. Und wenn jetzt FvMM meint, ich messe hier mit zweierlei Maß: Claudia hat im Gegensatz zu Dir, lieber FvMM, nicht nach einem Impressum geschrien. BTW: Wann kriege ich eine Antwort auf meine mehrfach gestellte Frage, wann man von Dir ein Impressum zu Gesicht bekommt, welches nicht getürkt ist? Denk dran, Du bist Dienstanbieter.

    Torsten, der Beitrag über Henriette war Auslöser für meinen Artikel und die Ankündigung im FvMM-Blog, daß ich mir bis auf weiteres vorbehalte, Kommentare zu zensieren. Was FvMM teilweise schon selbst tut und ich seine Kommentare aus meinem Spamfilter rausfischen muß.

    Weltherrscher, da hast Du natürlich nicht unrecht. FvMM versucht das ja auch, nur ist der eingeschlagene Weg der falsche.

  9. die beweggründe von fvmm sehe ich allerdings anders, er will nicht wirklich aufklären oder an bestätigte informationen kommen, sondern wohl nur mit dreck werfen (siehe kommentar von claudia).
    satire und ironie ist immer zulässig, aber in raab manier einzig mit dreck unterhalb der gürtellinie werfen ist übelst.

    natürlich muss man kritik gegenüber wikipedia auch formulieren können, aber ist das was er macht noch kritik?
    ich denke da ist jegliche grenze überschritten.

    gruß
    weltherrscher

  10. Die Grenze ist vor allem deshalb überschritten, weil hier unter dem Deckmäntelchen, daß man die Privatsphäre von Trons Eltern schützen will, die Privatsphäre von Wikipedia-Admins verletzt wird. Was ist denn das für eine Doppelmoral?

    Es geht hier doch nur um Aufruhr, um billige Meinungsmache und darum, daß man – wie in übelsten Usenet-Foren – seinen Spaß auf Kosten anderer haben will. Und selbst wenn fvmm noch gute Absichten hat (oder hatte), dann er hat sich nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern auch jede Form von Goodwill verspielt, weil er (s)einen Lynchmob machen läßt, was der Lynchmob will. Er läßt es zu, daß Leute bedroht und ihnen Lügen unterstellt werden und er läßt es zu, daß privaten Daten veröffentlicht werden.

    @Claudia: Ich kann verstehen, daß Du Angst und Bedenken hast, aber das ist es doch, was die wollen: Leuten Angst einjagen, damit keine kritischen Fragen kommen und sie mit ihrem Dreckschleudern weitermachen können. Da hilft nur gegenhalten, damit der Mob nicht die Herrschaft übernimmt.

    Gruß

    Henriette

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

;-) :x :wall: :twisted: :thinking: :roll: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grrr: :evil: :cry: :autsch: :arrow: :P :?: :? :-| :-D :-) :-( :!: 8O 8-)