Ein Konzern rudert zurück

Wie die Netzzeitung berichtete, ruft Sony rund 2 Millionen CDs zurück, die mit einem sehr zweifelhaften Kopierschutz ausgestattet sind. In einem nomalem CD- oder DVD-Player merkt der Kunde nichts von diesem Kopierschutz, wird die CD jedoch auf einem Windows-PC abgespielt, ist hierzu die Installation einer Software erforderlich, die mit Spyware-Techniken arbeitet und zahlreiche Sicherheitsmechanismen von Windows aushebelt.

Aufgrund dieser Tatsachen ist Sony ins Schußfeld geraten und hat nun die Segel gestrichen, nicht zuletzt weil auch Microsoft selbst harrsche Kritik an diesem Kopierschutz geübt hat. Medienkonzerne sind sehr mächtig, aber auch für sie gibt es Grenzen. Zumindest noch.

Wobei sich die grundsätzliche Frage stellt, ob das Problem nicht ganz woanders zu suchen ist und die Medienkonzerne ihren Schützlingen nicht doch langsam erklären sollten, daß in Zeiten die wirtschaftlich nicht ganz einfach sind, nicht das Geld zu verdienen ist, das man sich wünscht. Der ewige Kampf zwischen Hersteller und Raubkopierer wird sich eher noch verstärken wenn dieser Trend beibehalten wird. Das Argument, die Künstler würden dann nicht mehr produzieren wollen, scheint eher wie ein Luftballon, dem die Luft ausgegangen ist. Denn es darf vermutet werden, daß den Künstlern durch die Raupkopierer ein größerer Verlust entsteht als wenn der Preis pro Medienträger etwas reduziert wird. Weniger ist manchmal mehr – schon mal drüber nachgedacht?


Autor: Christian Rohweder

Begeisterter Fotograf und Motorradfahrer, Anhänger der Musik aus den 80ern, und Fan der folgenden Filme: Die unendliche Geschichte I, Fame (1980), Herr der Ringe, Harry Potter, Star Trek, Star Wars.

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